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01.12.2022

Verleihung des Walter-Hävernick-Preises 2022

Die Preisträger Julius Roch und Ehsan Shavarebi Moghaddam


Am 27. Oktober 2022 wurde der Walter-Hävernick-Preis 2022 in Münster verliehen. Geehrt wurden Ehsan Shavarebi Moghaddam und Julius Roch. Die einleitenden Worte sprach Prof. Dr. Bernhard Weisser, der 1. Vorsitzende der Numismatischen Kommission.

Seit zehn Jahren existiert der Walter-Hävernick-Preis der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Der Preis soll die Weiterentwicklung der numismatischen Forschung in Deutschland unterstützen. Er fördert die Drucklegung einer hervorragenden Arbeit einer Nachwuchswissenschaftlerin / eines Nachwuchswissenschaftlers. Für den Preis können akademische Abschlussarbeiten (Habilitation, Promotion, Masterarbeit) oder andere gleichwertige monographische Arbeiten aus allen Bereichen der Numismatik eingereicht werden. Als weitere Entscheidungskriterien für die Juroren werden genannt: „ein beispielhaftes Werk, das wissenschaftliches Neuland erschließt, über die Fachgrenzen hinaus wirkt und in seiner sprachlichen Gestaltung vorbildhaft ist.“

In den letzten zehn Jahren ist der Preis bislang zehnmal verliehen worden. Nicht verliehen wurde er in den Jahren 2017, 2020 und 2021. Dagegen sah das Jahr 2018 drei Ehrungen in allen drei Klassen der Masterarbeit, Dissertation und Habilitation. Noch ist der Preis so jung, dass alle Preisträgerinnen und Preisträger bequem genannt werden können: Angela Berthold (2012), Philipp Rössner und Johannes Wienand (2013), Alexa Küter (2014), Stefan Roth (2015), Simone Killen (2016), Sebastian Steinbach, Johannes Hartner und Torsten Bendschus (2018) sowie Johannes Peter (2019). Sie finden einige Laudationes auf die Preisträgerinnen und Preisträger auf unserer Website.

Ich bin sehr dankbar, dass einige der früheren Preisträger*innen mittlerweile selbst Verantwortung in der Numismatik übernommen haben und substantiell zur Weiterentwicklung unseres kleinen Faches beitragen.

Heute ehren wir zwei weitere Preisträger in den Klassen der Masterarbeit und der Dissertation. Ehsan Shavarebi Moghaddam erhält den Walter-Hävernick-Preis für seine Masterarbeit „Monetae Antiquae Bazirenses. A Catalogue and Analysis of Coin Finds from Archaeological Excavations at Barikot (Swāt Valley, Pakistan), 1984–2020“, die er im Jahr 2021 bei Michael Alram an der Universität Wien eingereicht hat. Die Würdigung dieser Arbeit nimmt Stefan Kötz (Münster) vor. Julius Roch hat eine Dissertation mit dem Titel „Die kaiserzeitliche Münzprägung Milets. Fallstudie zur Entwicklung der Repräsentation, Perzeption und Integration der römischen Autoritäten im kollektiven Selbstverständnis der Städte Kleinasiens“ verfasst. Sie wurde bei Helga Buhmke an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vorgelegt und im Oktober 2021 erfolgreich verteidigt. Die Laudatio für diesen Preisträger hält Ulrike Peter (Berlin). Anschließend erhalten die Preisträger ihre Urkunden, eine von Carsten Theumer geschaffene Preismedaille und ein das Preisgeld. Wir sind sehr froh, dass wir diesen Preis haben, mit dem die Numismatische Kommission Anerkennung für erfolgreiche numismatische Forschung zum Ausdruck bringen kann. Wenn Sie selbst zur Förderung unseres akademischen Nachwuchses beitragen wollen oder Fragen zu diesem Thema haben, kontaktieren Sie mich gerne unter b.weisser(at)smb.spk-berlin.de.

Prof. Dr. Bernhard Weisser, 1. Vorsitzender der Numismatischen Kommission