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30.11.2022

Keltischer Goldschatz aus dem Oppidum Manching

Aufnahme: M. Eberlein, Archäolog. Staatsslg. München


In der Nacht auf Dienstag, den 22.11.2022 entwendeten Unbekannte aus dem kelten römer museum Manching den 1999 bei Ausgrabungen der Römisch-Germanischen Kommission entdeckten keltischen Münzschatz mit 483 böhmischen Goldstateren zusammen mit einem Goldklumpen.

Die Goldmünzen besitzen sehr individuelle Merkmale, was letztlich auch die Einzigartigkeit dieses Fundes ausmacht. Da der Münzschatz in der Reihe „Ausgrabungen in Manching“ in Band 18,2 (Wiesbaden 2013) S. 426–567 ausführlich vorgestellt und alle Münzen beschrieben, gewogen und abgebildet wurden, ist es relativ einfach, eventuell im Handel oder auf Münzbörsen angebotene Stücke aus dem Fund zu identifizieren.

Eine Übersichtstafel zu den im Münzschatz vertretenen boischen Goldstateren zeigt, welche Haupttypen im Fund vertreten waren. Hervorzuheben ist vor allem der bislang seltene Typ A (Nr. 1) mit unregelmäßigen Erhebungen oder Linienverzierungen auf der Rückseite, der mit 124 Exemplaren etwa ein Fünftel des Fundes ausmacht.

In der Hoffnung, dass dieses bedeutende Zeugnis für die keltische Münz- und Geldgeschichte Bayerns und Böhmens wie auch der spätkeltischen Oppidumkultur nicht verloren geht, ergeht die Bitte um Mitteilung, wo gegebenenfalls Goldmünzen aus dem Fund zum Kauf angeboten werden.

Eine Übersichtstafel der Typen finden Sie hier.

Dr. Bernward Ziegaus, Referat Numismatik, Archäologische Staatssammlung | Bavarian State Archaeological Collection, Lerchenfeldstrasse 2, D-80538 München | Munich, Germany

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