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Mitglieder

PD Dr. Sebastian Steinbach

Landesgeschichte

Leiter des Museums Abtei Liesborn, Privatdozent im Fachbereich Westfälische Landesgeschichte und Mittelalterliche Geschichte / Historische Hilfswissenschaften an der Universität Münster. 2019-2021 Landesvertreter des Landes Niedersachsen in der NK, 2021 deren 2. Vorsitzender.

Einen Lebenslauf finden Sie hier


E-Mail: Sebastian.Steinbach@kreis-warendorf.de

Hier finden Sie das Schriftenverzeichnis.
 

Tätigkeitsberichte:

Museum Abtei Liesborn des Kreises Warendorf

Abteiring 8
59329 Wadersloh

Telefon: +49 (0)2523 – 98 24 0
Fax:

Website: www.museum-abtei-liesborn.de

Die Abtei Liesborn zählt zu den ältesten Klosteranlagen Westfalens. Im 9. Jahrhundert zunächst als Frauenstift gegründet, wurde der Konvent 1130/31 durch Bischof Egbert von Münster in ein Benediktinermännerkloster umgewandelt. 13 Äbtissinnen und 36 Äbte lenkten die Geschicke der Abtei von ihrer Gründung bis zur Aufhebung am 2. Mai 1803 durch das Königreich Preußen.

Von der Bedeutung des Klosters zeugen noch heute die spätgotische Klosterkirche und der unter Abt Gregor Waltmann (1698-1739) errichtete, dreiflügelige Barockbau. Ergänzt wird das architektonische Ensemble durch einen modernen Museumsanbau, der im Rahmen der REGIONALE 2004 errichtet wurde und für Sonderausstellungen genutzt wird. Das 1966 gegründete Museum Abtei Liesborn in Trägerschaft des Kreises Warendorf vereint zahlreiche – kunst- und kulturgeschichtlich bedeutsame – Sammlungen unter seinem Dach.

Das zentrale Objekt der frühen Abteigeschichte und Leitobjekt der Dauerausstellung ist das Liesborner Evangeliar: Die Pergamenthandschrift enthält ein Widmungsgedicht, das die im 11. Jahrhundert amtierende Äbtissin Berthildis als Stifterin nennt. Als „Meister von Liesborn“ wird ein namentlich nicht bekannter Maler bezeichnet, der um 1460/1480 tätig war und dessen Hauptwerk ein spätgotischer Hochaltaraufsatz ist, den er für die Liesborner Klosterkirche schuf.

Mehr als 1.000 Objekte vom 6. Jahrhundert bis zur Gegenwart umfasst die europaweit einzigartige Sammlung von Kreuzen und Kruzifixen, anhand derer sich die kunsthistorische Entwicklungsgeschichte der Kreuzigungsdarstellung eindrucksvoll epochenübergreifend nachvollziehen lässt. Zur Sammlung gehört auch eine Auswahl von westfälischem Münz- und Papiergeld (darunter Notgeld verschiedener Städte und Kreise), vor allem aber Münzen und Medaillen verschiedener Epochen mit Kreuzigungsdarstellungen. Numismatisch bedeutsam ist der um 1100 verborgene Münzfund von Liesborn, der 1904 entdeckt wurde und dessen für die Münzprägung der späten Salierzeit bedeutsame Objekte sich heute in verschiedenen Münzkabinetten Deutschlands und Europas befinden.