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Mitglieder

Dr. Susanne Börner

Numismatische Verbünde, numismatisches eLearning

Betreuerin des Heidelberger Zentrums für antike Numismatik. Koordinatorin des Numismatischen Verbundes in Baden-Württemberg. Redakteurin der epochenübergreifenden, numismatischen eLearning-Plattform NumiScience.de. Stellvertretende Sprecherin des KENOM-Verbundes


E-Mail: susanne.boerner@zaw.uni-heidelberg.de

Heidelberger Zentrum für antike Numismatik (ZAN)

Marstallstr. 6
69117 Heidelberg

Telefon: +49 6221 - 54 36 02
Fax:

Website: www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/philosophie/zaw/sag/zan.html

Ziele

Ziel des Zentrums für antike Numismatik ist es, Institutionen der Großregion, die numismatische Bestände halten, langfristig miteinander zu vernetzen sowie den Wissens- und Erfahrungsaustausch mit Einrichtungen, die sich intensiv mit Numismatik beschäftigen, zu verstetigen. 2017 wurde in diesem Rahmen gemeinsam mit neun anderen Institutionen der Numismatische Verbund in Baden-Württemberg (NV BW) ins Leben gerufen. Die zentrale Koordination des Verbundes ist in Heidelberg angesiedelt. Insgesamt orientiert sich das ZAN jedoch auch über die Landesgrenzen Baden-Württembergs hinaus; einerseits, um den Wissenstransfer ergiebiger zu gestalten (vgl. dazu etwa die Zusammenarbeit im Rahmen des ECFN), andererseits wegen der großen Nachfrage an numismatischer Kompetenz.
 

Aufgabengebiete
 

1. Betreuung der Münzsammlung des Zentrums für Altertumswissenschaften (ZAW)
 

Das ZAW verfügt über eine mehr als 4000 Stücke umfassende Münzsammlung, die neben einer Vielzahl für die Lehre geeigneter Exemplare auch etliche wissenschaftlich sehr interessante und bislang unedierte Prägungen enthält. Um dieses Material langfristig der interessierten Öffentlichkeit sowie für Lehre und Forschung zur Verfügung zu stellen und seinen Einsatz im Rahmen der akademischen Lehre zu vereinfachen, wurde die von den Staatlichen Museen zu Berlin entwickelte Sammlungsdatenbank IKMK 2012 in einer entsprechend angepassten Variante in Heidelberg installiert. In diesem digitalen Münzkabinett werden langfristig alle Münzen der Heidelberger Sammlung mit ihren Metadaten (angegliedert an die Berliner Normdaten) und hochauflösenden Bildern publiziert. Bis zur Freischaltung des digitalen Katalogs wurden interessante Bestände der Sammlung über die ‚Münze des Monats‘ vorgestellt.

2. Fundmünzenbearbeitung
 

Um im Bereich der Fundmünzenbearbeitung in der Großregion aktiv mitwirken zu können, hat das ZAN im Rahmen einer Kooperation eine speziell auf Heidelberger Bedürfnisse zugeschnittene Version der bestehenden AFE-Datenbank (Antike Fundmünzen in Europa) erhalten, die in Zusammenarbeit zwischen der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts und der Informatik der Universität Frankfurt entwickelt wurde. In diese Datenbank können nun beliebig viele Fundmünzen eingepflegt werden, was momentan bereits im Rahmen von Forschungsprojekten geschieht.

3. Numismatische Forschungsprojekte
 

Um die numismatische Forschung zur antiken Numismatik in der Großregion nachhaltig zu stärken, wird am ZAN auf der Basis von Drittmittelprojekten spezifischen historisch-archäologischen Fragestellungen nachgegangen. Aktuell ist diesbezüglich auf das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg geförderte Projekt „Der spätantike Münzhorizont in der Rhein-Neckar-Region – Dokumentation und historische Interpretation“ oder auch das Projekt „Münz-Imitationen im infrastrukturellen Kontext während der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts in der heutigen Pfalz“ zu verweisen.

4. Numismatische Dienstleistungen
 

Für Museen und Institutionen der Region bzw. aus den Reihen des NV BW bietet das ZAN numismatische Dienstleistungen an. Diese bestehen etwa darin, bei numismatischen Fragen behilflich zu sein, Altmünzbestände der Museen aufzuarbeiten, deren Bestimmung zu überprüfen oder zu aktualisieren, sowie in der Zuarbeit z.B. für Ausstellungskonzeptionen.

5. Ausbildung des Wissenschaftlichen Nachwuchses
 

Um auch langfristig die Situation der antiken Numismatik zu verbessern, versucht das ZAN mittels regelmäßiger und intensiver Lehrveranstaltungen, numismatisch geschulten Nachwuchs heranzuziehen. Des Weiteren wird Studierenden die Möglichkeit gegeben, als Praktikanten oder wissenschaftliche Hilfskräfte Einblicke in die numismatische Forschung zu erhalten, mit der Fundmünzendatenbank AFE4HD zu arbeiten und/oder bei der Betreuung der Münzsammlung des ZAW behilflich zu sein. Auf diese Weise wird die für die Altertumswissenschaften höchst bedeutsame fachliche Kompetenz in der Numismatik an zukünftige Generationen von Wissenschaftlern weitervermittelt. Häufig kooperieren verschiedene Institutionen des NV BW im Rahmen dieser Ausbildungsmaßnahmen.

Darüber hinaus wird in Heidelberg die epochenübergreifende numismatische eLearning-Plattform NumiScience.de redaktionell betreut. Mit diesem Medium sollen einerseits numismatische Sachverhalte niedrigschwellig, kostenneutral und spannend an die Zielgruppen Schüler, Studierende, Sammler, ehrenamtliche Sondengänger, Verbrechensprävention, Museum und natürlich die interessierte Öffentlichkeit vermittelt werden. Andererseits können auch Studierende und Schüler aktiv an der Erstellung neuer Inhalte mitwirken.
 

Geschichte:

Das Heidelberger Zentrum für antike Numismatik ist als Nachfolgeorganisation und Weiterentwicklung des „Kompetenzzentrums antike Numismatik in Baden-Württemberg“ zu verstehen, das 2013 und 2014 mit Mitteln der Exzellenzinitiative (Field of Focus 3: „Kulturelles Erbe und Geschichte“) gefördert wurde.