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Häufig gestellte Fragen

Münzen & Recht

Denkmalschutz ist Ländersache und variiert von Bundesland zu Bundesland. Hobbysucher benötigen grundsätzlich Suchgenehmigungen und sind verpflichtet, ihre Funde bei den Denkmalbehörden vorzulegen. Bitte berücksichtigen Sie, dass nicht nur die metallenen Funde von Bedeutung sind, sondern auch andere, beispielweise Keramikfunde. Es könnte sich um Teile der Fundgefäße handeln. In der Regel liefern sie den Archäologen wichtige Informationen über die Art der Fundstelle oder Zeitstellung. Leider werden sie häufig nicht mit aufgesammelt, besonders dann, wenn Metalldetektoren zum Einsatz kommen, die „nur“ auf Metallfunde reagieren. Hieraus entstehen fast immer Probleme für die archäologische Forschung. Durch das Auseinanderreißen der Fundstücke gehen wichtige Informationen unwiederbringlich verloren. In fast allen Bundesländern (Ausnahme Bayern) gilt mittlerweile das Schatzregal. Das bedeutet: Alle Bodenfunde gehören dem Land. Grundsätzlich gilt ein Verbot für private Suchaktivitäten in bestimmten geschützten Gebieten.
 

Ich habe eine Münze gefunden. Was tue ich jetzt?

Bitte nehmen Sie zeitnah Kontakt zu Ihrer Bodendenkmalstelle auf und informieren Sie dort über Ihren Fund. Normalerweise muss ihr Fundstück dort eine Zeitlang zur wissenschaftlichen Dokumentation und Bearbeitung hinterlassen werden.

Informationen zu den Regelungen in den einzelnen Bundesländern finden Sie hier
 

Kann ich einen Fund behalten?

Das Denkmalschutzgesetz variiert von Bundesland zu Bundesland. Ob eine Münze dem Finder zurückgegeben werden kann oder ob sie wissenschaftlich so bedeutend ist, dass sie (zumeist gegen eine Entschädigung des Finders) in öffentlichem Besitz verbleibt, hängt vom jeweiligen Denkmalschutzgesetz und konkreten Fall ab.
 

Wie bewahre ich Münzen und Medaillen fachgerecht auf?

Auf jeden Fall trocken. Verwenden Sie bitte keine säurehaltigen Papiere, Kunststoffhüllen oder Aluminiumfolie zum Aufbewahren von Münzen und Medaillen.
 

Wie kann ich Münzen reinigen?

Am besten überlassen Sie die Reinigung einem Fachmann. Grundsätzlich gilt: reinigen Sie sehr zurückhaltend, nie mit einem Silberputztuch oder scharfer Lauge oder Säure. Von mechanischer Reinigung wird abgeraten.
 

Ich habe eine Münzsammlung geerbt. Was ist sie wert?

Während der wissenschaftliche Wert von den Archäologen, Historikern oder Kunsthistorikern beurteilt wird, ist die Schätzung des Marktwertes eine Frage des Handels. Wissenschaftlicher und Marktwert einer Münze können sehr weit auseinander liegen. Auch deshalb ist es in den meisten Museen nicht erlaubt oder unüblich, Auskunft über den Wert einer Sammlung zu machen. Dazu wenden Sie sich an einen vereidigten Sachverständigen oder einen Händler.
 

Wo wird Numismatik gelehrt?

Der einzige Lehrstuhl für Numismatik in Deutschland besteht an der Universität Frankfurt. Einige Universitäten bieten jedoch sporadisch Bestimmungsübungen oder andere Lehrveranstaltungen zu numismatischen Themen an. Eine weitere Möglichkeit zum Studium der Numismatik im deutschsprachigen Raum bietet sich an der Universität Wien.
 

Ich möchte Münzen suchen gehen. Benötige ich eine Genehmigung?

Ja. Wenden Sie sich an ihre Bodendenkmalpflegestelle/Amt für Bodendenkmalpflege und melden Ihr Vorhaben an. Dort erhalten Sie auch Informationen, wo sie auf keinen Fall suchen dürfen. Denken Sie daran, dass die behördlich erteilte Suchgenehmigung natürlich keine Erlaubnis zur Suche auf Privatgrundstücken (z.B. Felder) beinhaltet. Bevor Sie privaten Boden betreten, müssen Sie sich selbstverständlich die Erlaubnis des Grundstückeigentümers einholen.

Münzfunde in Deutschland

Münzen & Recht

Denkmalschutz ist Ländersache und variiert von Bundesland zu Bundesland. Hobbysucher benötigen grundsätzlich Suchgenehmigungen und sind verpflichtet, ihre Funde bei den Denkmalbehörden vorzulegen. Bitte berücksichtigen Sie, dass nicht nur die metallenen Funde von Bedeutung sind, sondern auch andere, beispielweise Keramikfunde. Es könnte sich um Teile der Fundgefäße handeln. In der Regel liefern sie den Archäologen wichtige Informationen über die Art der Fundstelle oder Zeitstellung. Leider werden sie häufig nicht mit aufgesammelt, besonders dann, wenn Metalldetektoren zum Einsatz kommen, die ‚nur‘ auf Metallfunde reagieren. Hieraus entstehen fast immer Probleme für die archäologische Forschung. Durch das Auseinanderreißen der Fundstücke gehen wichtige Informationen unwiederbringlich verloren. In fast allen Bundesländern (Ausnahme Bayern) gilt mittlerweile das Schatzregal. Das bedeutet: Alle Bodenfunde gehören dem Land. Grundsätzlich gilt ein Verbot für private Suchaktivitäten in bestimmten geschützten Gebieten.
 

Ich habe eine Münze gefunden. Was tue ich jetzt?

Bitte nehmen Sie zeitnah Kontakt zu Ihrer Bodendenkmalstelle auf und informieren Sie diese über Ihren Fund. Normalerweise muss ihr Fundstück dort eine Zeitlang zur wissenschaftlichen Dokumentation und Bearbeitung hinterlassen werden. Informationen zu den Regelungen in den einzelnen Bundesländern finden Sie hier.
 

Kann ich einen Fund behalten?

Das Denkmalschutzgesetz variiert von Bundesland zu Bundesland. Ob eine Münze dem Finder zurückgegeben werden kann oder ob sie wissenschaftlich so bedeutend ist, dass sie (zumeist gegen eine Entschädigung des Finders) in öffentlichem Besitz verbleibt, hängt vom jeweiligen Denkmalschutzgesetz und konkreten Fall ab.
 

Ich möchte Münzen suchen gehen. Benötige ich eine Genehmigung?

Ja. Wenden Sie sich an ihre Bodendenkmalpflegestelle/Amt für Bodendenkmalpflege und melden Ihr Vorhaben an. Dort erhalten Sie auch Informationen, wo sie auf keinen Fall suchen dürfen. Denken Sie daran, dass die behördlich erteilte Suchgenehmigung natürlich keine Erlaubnis zur Suche auf Privatgrundstücken (z. B. Felder) beinhaltet. Bevor Sie privaten Boden betreten, müssen Sie sich selbstverständlich die Erlaubnis des Grundstückeigentümers einholen.
 

Münzfunde in Österreich

Münzfunde sind eine der zentralen Quellengattungen für das Fach Numismatik. Jeder Münzfund liefert neue Erkenntnisse kann so die Forschung im Fach voranbringen. Die vollständige Erfassung und Dokumentation alter und neuer Funde ist deshalb wichtig.

Zufallsfunde von Münzen, gleich ob es sich um einen Münzhort oder einen Einzelfund einer Münze handelt, sind nach dem österreichischen Denkmalschutzgesetz sofort bzw. spätestens am nächsten Werktag nach der Auffindung dem Bundesdenkmalamt zu melden. Bei einer Hebung bzw. Sicherung des Fundes ist auch auf Beifunde zu achten, wobei es sich z. B. um Reste des Fundgefäßes handeln kann. Solche Funde, deren Besitzer nicht mehr feststellbar ist, gehen zu jeweils 50 % in das Eigentum von Finder*in und Grundbesitzer*in über.

Das Suchen mit Metallsuchgerät ist auf Grundstücken, auf denen sich Bodendenkmale befinden, die unter Schutz gestellt sind, verboten. Ebenso ist der Einsatz eines Metallsuchgeräts ohne Einverständnis des Grundbesitzers generell untersagt. Zudem bedarf jeder Bodeneingriff zur Bergung eines Fundes der Genehmigung durch das Bundesdenkmalamt, welche nur Personen mit abgeschlossenem Studium der Archäologie erteilt wird.

Mehr zum österreichischen Bundesdenkmalamt erfahren Sie hier: https://bda.gv.at/archaeologie/

Auf dieser Seite finden Sie auch das Formular für die vorgeschriebene Fundmeldung.

Das österreichische Denkmalschutzgesetz finden Sie auf dieser Seite: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10009184

Weitere Themen

Wie bewahre ich Münzen und Medaillen fachgerecht auf?

Auf jeden Fall trocken. Verwenden Sie bitte keine säurehaltigen Papiere, Kunststoffhüllen oder Aluminiumfolie zum Aufbewahren von Münzen und Medaillen.
 

Wie kann ich Münzen reinigen?

Am besten überlassen Sie die Reinigung einem Fachmann. Grundsätzlich gilt: reinigen Sie sehr zurückhaltend, nie mit einem Silberputztuch oder scharfer Lauge oder Säure. Von mechanischer Reinigung wird abgeraten.
 

Ich habe eine Münzsammlung geerbt. Was ist sie wert?

Während der wissenschaftliche Wert von den Archäologen, Historikern oder Kunsthistorikern beurteilt wird, ist die Schätzung des Marktwertes eine Frage des Handels. Wissenschaftlicher und Marktwert einer Münze können sehr weit auseinander liegen. Auch deshalb ist es in den meisten Museen nicht erlaubt oder unüblich, Auskunft über den Wert einer Sammlung zu machen. Dazu wenden Sie sich an einen vereidigten Sachverständigen oder einen Händler.
 

Wo wird Numismatik gelehrt?

Der einzige Lehrstuhl für Numismatik in Deutschland findet sich an der Universität Frankfurt. Er widmet sich der ‚Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike‘. Einige deutsche Universitäten bieten sporadisch Bestimmungsübungen oder andere Lehrveranstaltungen zu numismatischen Themen an, wobei vielfach universitätseigene Sammlungen in der Lehre zum Einsatz kommen.

An der Universität Wien besteht seit 1965 das ‚Institut für Numismatik und Geldgeschichte‘, das ebenfalls über eine eigene Sammlung verfügt. Dort kann ein Masterstudium in Numismatik und Geldgeschichte studiert werden, welches das Fach im vollen zeitlichen Umfang von der Erfindung der Münze bis heute abdeckt. Es besteht auch die Möglichkeit der Promotion mit einem numismatischen Thema, wobei der Titel in einem der historischen oder archäologischen Nachbarfächer erworben wird.